Jul 042011
 

Die Vorstellung eines möglichen Weltuntergangs stellt für die Hypochonder und Abergläubischen unter uns ein Nerven-zehrendes Ereignis dar, dem man durchaus negativ entgegenblicken möchte. Könnten für jene die nun Antworten im Glauben oder gar in der Esoterik suchen, Engel eine Lösung sein?

Um dieser Frage nachzugehen spreche ich mit Sabine Kühn. Sie ist seit 2007 selbständig im Bereich der alternativen Heilmethoden und Energiearbeit. Erste Erfahrungen in Reiki und Routengehen sammelt sie bereits seit 1995, beides durch eine Ausbildung. Das Pendeln erlernte Kühn durch konstante Eigeninitiative.

Gemeinsam mit Andrea Hülpüsch schrieb sie 2010 ein Buch über die Arbeit und das Pendeln mit Engeln.

“In Ihrem Buch „Pendeln mit Engeln“ versprechen Sie Rat und Lebenshilfe durch die Kontaktaufnahme mit Engel, inwiefern ist das möglich?”

S.K.: “Die Pendeltafeln geben Lebenshilfe und Ratschläge wieder, die man natürlich auch ohne Engel austesten könnte. Für Menschen, die Spaß an dieser Art von Kontaktaufnahme über das Unterbewusstsein haben, ist es eine wertvolle Hilfe und Alternative zum Ziehen von Engelkarten, Orakelkarten oder ähnliches.

Jeder, der sich für die Kommunikation mit der feinstofflichen Welt öffnet, kann seine Wahrnehmung diesbezüglich trainieren. Es gibt auch Menschen, die diese Fähigkeit von Kindheit an haben oder durch bestimmte Situationen im Leben damit in Berührung gekommen sind, ohne dies groß zu trainieren.

Bei der Pendelarbeit fragen wir Informationen bzw. vorhandene Schwingungen ab. Dies setzt voraus, dass man daran glaubt, dass alles was existiert, eine Schwingung hat, eine eigene Energie. Materie und Gedanken sind schwingender Schall und haben eigene Frequenzen. Diese Frequenzen oder Schwingungen gestalten die Welt. Auch Engel sind Schwingung und können entsprechende Schwingungsimpulse geben, die wir unbewusst aufnehmen und die durch unser Nerven- und Muskelsystem Reflexe erzeugen, die ein Pendel in Schwingung versetzen.

Voraussetzung für diese Art des Austestens ist jedoch, dass der „Pendler“ Kenntnisse über den Umgang mit einem Pendel hat und weiß, wie er es richtig einzusetzen und die Pendelausschläge zu deuten hat.

Das Pendel ist in diesem Fall für den Kontakt mit Engeln ein Hilfsmittel für diejenigen, die sonst noch nicht das Vertrauen haben in direkten Kontakt mit Ihrem Engel zu treten.”

“Welche Engel gibt es und wie könnten diese den Menschen helfen um einem etwaigen Weltuntergang entgegenzutreten?”

S.K.: “Wir Menschen teilen Engel gerne in Kategorien ein. Bekannt sind die Erzengel und Schutzengel. Sicher haben einige von Ihnen auch schon die Begriffe Erdengel, Seraphim, Cherubim und Elohim gehört. Die Arbeit mit Engel ist nicht so kompliziert, dass wir sie dafür in Gruppen einteilen müssen. Alleine die Bitte an die Engel reicht aus, dass sie alles tun, was sie für uns tun dürfen.

Die Seele des Menschen ist hier inkarniert, um Dinge erfahren zu können. Diese Erfahrungen können Engel allerdings nicht abnehmen.

In Bezug auf den Weltuntergang könnten die Menschen Bitten an die Engel stellen wie zum Beispiel: Liebe Engel, helft mir bitte zu erkennen, was ich für die Rettung der Erde tun kann oder Bitte liebe Engel zeigt mir und den anderen Menschen, wie die Erde geheilt werden kann.”

“Sie bieten auch Kurse an, um Interessierten das Pendeln beizubringen. Gab es bereits Menschen, die sich danach beispielsweise an Engel wandten um einen Zeitpunkt des Weltuntergangs zu erfragen?”

S.K.: “Ob Menschen sich an Engel wandten, um den Weltuntergang zu erfragen kann ich leider nicht beantworten. Manche Menschen möchten die Lottozahlen austesten, andere vielleicht auch den Zeitpunkt des Weltuntergangs. Das hat nichts mit seriöser Pendelarbeit zu tun und wird sicher nicht gelingen, da dies voraussetzen würde, dass das Schicksal und bestimmte Ereignisse auf den Tag genau vorhersehbar sind und in diesem speziellen Fall Engel so etwas sicher nicht beantworten.”

“Gibt es überhaupt die Möglichkeit durch das Pendeln Antworten auf die Frage nach einem möglichen Weltuntergang zu erhalten?”

S.K.: “Für die Pendelarbeit ist es wichtig, eine möglichst neutrale und emotionslose Haltung zu den Fragen zu haben, um eine möglichst präzise Antwort zu erhalten. Des weiteren ist es das höchste Gebot von Lichtwesen, Menschen in ihrer Energie zu unterstützen und diese keinesfalls zu schwächen. Genau dies würde aber bei einer solchen Frage eintreffen. Zum Einen hat wohl jeder Mensch Angst vor solch einer Katastrophe, was schon entsprechende Emotionen freisetzt, die die Pendelarbeit beeinflussen und dann würde niemals ein Engel so etwas beantworten.”

“Müssen Menschen, die Kontakt mit Engel aufnehmen wollen spezielle Vorkenntnisse oder Fähigkeiten vorweisen?”

S.K.: “Nein, eine gewisse Offenheit für diese Vorgänge ist allerdings wichtig. Engel sind göttliche Wesen und es braucht keine Vorkenntnisse oder Fähigkeiten, um mit dem Göttlichen in Kontakt zu treten oder zu beten.”

“Wie stehen Sie zu diversen Weltuntergangszenarien?”

S.K.: “Gedanken sind Energie (darüber gibt es verschiedene Bücher von Masaru Emoto, der mit Hilfe von Wasserkristallen Gedankenstrukturen sichtbar gemacht hat). Kommen zu den  Gedanken noch Emotionen hinzu, verstärken sich diese Energien und bewirken, dass sie in Materie umgewandelt werden. Wenn sich mehrere Menschen diesen Energien anschließen spricht man von einem kollektiven Bewusstsein.

Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen ihre Gedanken auf positive Dinge lenken und sich die Welt als einen schönen, friedlichen Ort vorstellen. Die kollektive Negativität in Bezug auf den Weltuntergang kann demnach also auch Katastrophen, Kriege usw. erschaffen oder auslösen. Sind die Gedanken schrecklich, ist auch die Welt schrecklich.

Laut Berichten soll es 1993 in Washington einen Versuch gegeben haben, bei dem 4000 Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam meditiert haben. Es kam heraus, dass direkt nach Beginn der Meditationen in dieser Zeit die Gewaltverbrechen beeindruckend vermindert, also Verbrechen stark reduziert wurden und dies zog die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern in der ganzen Welt auf sich.”

“Halten sie es für möglich, dass sich diverse Spekulationen über das Ende der Welt durch das Enden des Maya Kalenders 2012 bewahrheiten?”

S.K.: “Viele sprechen vom Maya-Kalender, ohne sich näher mit ihm beschäftigt zu haben. Meines Wissens nach, hört der Kalender 2012 nicht auf, sondern beginnt wieder von Neuem. Der Mayakalender ist auf den Kosmischen Kalender aufgebaut. Das heißt, dass Ereignisse, die es im Kosmos vor vielen hundert Jahren gab, sich irgendwann wiederholen. Der Mayakalender beschreibt den Einfluss der Planeten auf uns Menschen.

Dies soll also nach den Aussagen einfach so aufhören?

Wenn wir uns den Mayakalender anschauen, sehen wir, dass im Tzolkin bestimmte Energien an einem bestimmten Tag vorhanden sind. Wenn ich also ein wichtiges Gespräch führen muss, sollte ich das an einem Tag tun, der dieses unterstützt, ähnlich wie bei dem Mondkalender. Der Mondkalender hört aber auch nicht eines Tages auf, sondern ordnet sich irgendwann neu. Es gibt also einen Zeitpunkt wo sich der Mondkalender in irgendeinem Jahr und sei es in hundert oder tausend Jahren von der Konstellation her wiederholt.”

“Was würden Sie Menschen raten, die an das Ende der Welt im Jahr 2012 glauben?”

S.K.: “Wie schon erwähnt, handelt es sich bei dieser Katastrophe um ein Kollektivbewusstsein. Genauso wie ich es beeinflussen kann Negatives zu denken, kann ich auch Positives denken. Wenn wir Menschen anfangen uns nicht von Negativem führen zu lassen, sondern uns auf das Schöne, Freudvolle und Positive einstellen, können wir andere Menschen in unserem Umfeld beeinflussen bzw. anstecken glücklicher zu werden.

Jeder Mensch, ohne Ausnahme, ist auf der Suche nach dem glücklich sein. Manche haben es schon gefunden, andere suchen noch danach. Interessant ist zu beobachten, dass es nichts mit dem Außen zu tun hat wie Geld, Auto, Haus oder Reisen sondern mit der eigenen Einstellung und Sichtweise der Dinge. Es gibt Menschen die alles haben oder besitzen, was wir uns vorstellen können und trotzdem nicht in der Lage sind, dieses zu genießen. Sie sind daher immer noch unglücklich.

Wenn wir also damit anfangen, das zu genießen was wir haben, werden wir glücklicher und befreiter sein und unser Umfeld wird uns eines Tages fragen was wir an uns verändert haben, wenn wir glücklich sind.

So können wir andere Menschen anstecken und ein anderes glücklicheres Kollektivbewusstsein schaffen. Fangen wir also an glücklich zu werden und die Katastrophen werden laut dem Kosmischen Gesetz nicht in Resonanz mit uns treten.”

 

Evelyn Baier

 

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