Jul 072011
 

Am 21.Dezember 2012 endet die Lange Zählung des Maya Kalenders, an diesem Tag wird sich die Erdkruste verschieben und als Folge werden Ausbrüche gewaltiger Supervulkane, Erdbeben und riesige Flutwellen den Großteil der Menschheit ausradieren. So jedenfalls sieht das Auslaufen des Kalenders im Hollywood Blockbuster 2012 von Roland Emmerich aus. Und spätestens seit diesem Film ist der Maya Kalender auch einer breiteren Masse bekannt.

Nun ist das Jahr 2012 nicht mehr allzu fern, indem also am 21.Dezember der Kalender der Maya endet. Was wird geschehen? Wird es Naturkatastrophen immensen Ausmaßes geben, die die Erde unbewohnbar machen, droht Gefahr aus dem All oder gar eine göttliche Intervention? Oder werden an diesem, vielleicht sonnigen und kalten Vorweihnachtstag die Menschen doch, wie jedes Jahr hektisch und auf der Suche nach den passenden Weihnachtsgeschenken durch die Einkaufsstraßen irren?

Haben die Maya überhaupt etwas vorhergesagt? Oder gibt es nur unzählige Spekulationen um das was geschehen wird?

Was auch immer geschehen wird, das Ende der Welt, der Weltuntergang oder ein Ende der Zeit oder ähnliches ist ein verbreitetes Phänomen und kommt in den verschiedensten Kulturen in den verschiedensten Formen vor. Sei es die Apokalypse im Johannesevangelium oder seien es die Vorhersagungen Nostradamus, viel zu oft wurde ein Ende vorhergesagt. Warum also sollten wir uns gerade jetzt fürchten, vor dem Kalender einer uralten Kultur, die auf der anderen Seite der Welt zuhause ist?

Zunächst einmal, der Maya-Kalender, auf den sich Weltuntergangstheoretiker beziehen, ist eigentlich nur eine Teilzählung des Kalendersystems der Maya. Denn diese nutzten verschiedene Zählsysteme für unterschiedliche Zwecke. Für rituelle und religiöse Zwecke benützten die Maya die Tzolkin Zählung, die sie womöglich von anderen Kulturen übernahmen. In dieser Zählung gibt es 260 Tage, die aus einer Kombination von 13 Zahlen und 20 Schutzgöttern bestehen. Nach allen möglichen Kombinationsmöglichkeiten beginnt sie von vorne.

Daneben gibt es im Kalendersystem für zivile Zwecke die Haabzählung – sie orientiert sich am Sonnenjahr- und hat 365 Tage. Der Haab-Kalender ist also dem unsrigen, gregorianischen sehr ähnlich, wobei er 18 Monate zu 20 Tagen und einen Monat zu 5 Tagen kennt.

Da sich diese Kalender aber, auch in ihrer Kombination spätestens alle 52 Jahre wiederholten, entwickelten die Maya ein weiteres System, um astrologische und historische Daten genau bestimmen zu können – die Lange Zählung. Und diese ist es nun, die, nach der aktuellen Umrechnung, der Thompson-Korrelation, am 21. oder 23.Dezember ausläuft. Jedoch ist die genaue Umrechnung auf den gregorianischen Kalender nach wie vor ein großes Problem, da es kein Maya Datum gibt zu dem sich ein eindeutiges gregorianisches Datum bestimmen lässt. Nach dem Auslaufen dieser Langen Zählung springt diese also wieder auf Null, beziehungsweise auf 13.0.0.0.0 , zurück – der Schöpfungstag der Maya jährt sich. Dies hätte jedoch wohl nur eine rituelle Bedeutung für die Maya.

Der vielbeschworene Weltuntergang, der aus diesem Auslaufen der Langen Zählung abgeleitet wird, ist also zum Einen sehr viel Interpretation Dritter und zum Anderen, aufgrund der Umrechnungsproblematik, das Datum an sich äußerst unsicher.

Doch welche Ansätze zum letzten Tag, zum Ende der Welt gibt es neben den Spekulationen zum Maya-Kalender noch? Im Rahmen von reset2012.at haben wir, Wiener Publizistikstudenten, ein Semester lang in die unterschiedlichsten Richtungen recherchiert und versuchen auf diesem Blog eine Übersicht über die wichtigsten Ansätze zum Weltuntergang zu geben.

 

, Sabrija Zeric

 

Quellen: Peter Meyer: Der Maya Kalender

Bild: Creative Commons , Thierry Ehrmann

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